Die Geschichte der Bad Sodener Zeitung

1900

Am 1. Mai 1900 wurde die „Sodener Zeitung und Neuenhainer Anzeiger“ als Organ für Bad Soden am Taunus, Neuenhain, Sossenheim und Umgegend“ gegründet. Sie erschien jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Der Preis betrug 25 Pfennige pro Monat. Verantwortlich für Druck und Verlag zeichnete Carl Bieder in Rödelheim.

1909

1909 ging die Zeitung in den Besitz von Friedrich Gögelein (Redaktion, Druck & Verlag), Königsteiner Straße 28 über, hieß „Amtliches Verkündigungsblatt für Bad Soden am Taunus und Neuenhain im Taunus“ und kostete 30 Pfennige.

1941

Am Samstag, dem 31. Mai 1941 (im 42. Jahrgang) erschien die „Bad Sodener Zeitung“ zum letzten Mal unter der Ägide von Otto Gögelein für 90 Pfennige im Monat.

1949

Die Auferstehung erfolgte am 28. April 1949 unter dem Herausgeber und Schriftleiter Friedrich Ripps. Der Druck lag weiterhin bei Friedrich Gögelein. Die wöchentliche Ausgabe erschien am Donnerstag und kostete 50 Pfennige.

1951

Am 1. Februar 1951 wurde der aus Schlesien vertriebene Journalist Siegfried Becker alleiniger Herausgeber. Der Druck blieb weiterhin bei der Druckerei Gögelein.
Gleichzeitig erschien die „Neuenhainer Zeitung“ – jeweils am Mittwoch. Mit der Eingliederung Neuenhains und Altenhains im Jahre 1977 entfiel diese Ausgabe wieder.

1985

Am 1. Oktober 1985 übergab Siegfried Becker aus Altersgründen die Zeitung an den Pressesprecher der Stadt, Heinz-Joachim Meyer, (0,80 DM pro Ausgabe), der sie wiederum im November 2000 an den ortsansässigen Kommunikationsfachmann Heiko Hegner verkaufte.

2000 bis heute

Herausgeber:
Heiko Hegner, Heiko Hegner GmbH,
Produktion: Röser Media, Karlsruhe,
Druck: Coldset Innovation, Eichenzell

Die Bad Sodener Zeitung feierte Jubiläum
120 Jahre Bad Sodener Zeitung
20 Jahre unter der Herausgabe von Heiko Hegner und Inken Hegner

Verein Deutsche Sprache ehrt Bad Sodener Zeitung am 08. November 2008
Auszeichnung für Verdienste um deutsche Sprache

Verein Deutsche Sprache-Regionalvorsitzender Günther Kopp (li.) mit BSZ-Herausgeber Heiko Hegner und Initiator Hans Scholz (re.)

Der von der Stadt zugewiesene Raum im 1. Stock des Badehauses – ein anderer war nach Auskunft des Liegenschaftsamtes laut Satzung nicht möglich – platzte aus allen Nähten, als der Verein Deutsche Sprache e. V. die Bad Sodener Zeitung „für ihre Verdienste um die deutsche Sprache“ auszeichnete.

Rund 50 Gäste, darunter Bürgermeister Altenkamp, Stadträte, Partei- und Fraktionsvorsitzende folgten am Samstagnachmittag im Badehaus den Ausführungen des Verein Deutsche Sprache e. V. (VdS), in deren Mittelpunkt die Auszeichnung der Bad Sodener Zeitung stand.

Der VdS, der damals bereits 31.000 Mitglieder zählte (davon 18 in Bad Soden), ehrte die Bad Sodener Zeitung als 1. Zeitung in Deutschland mit folgenden Worten:
„Die Bad Sodener Zeitung zeichnet sich seit Jahren durch eine klare, verständliche Sprache und das Bemühen aus, unnötige englische Wörter (Anglizismen) zu vermeiden. Sie tritt für die Pflege und die Wahrung unserer Muttersprache ein und regt immer wieder mit kritischen Artikeln dazu an, gegen die Verhunzung unserer schönen Sprache zu protestieren und dagegen anzugehen.“

In seiner Dankesrede betonte BSZ-Herausgeber Heiko Hegner, dass er die Auszeichnung in Vertretung für seine 15 Mitarbeiter, 35 Austräger und 22 Verkaufsstellen annähme und sich lediglich als „spiritus rector“ fühle.

Trotzdem erfülle ihn diese Auszeichnung mit besonderem Stolz. Denn während seines nun 40-jährigen Berufslebens erhielt er schon einige Preise, z. B. von der Wirtschaftswoche, der Lebensmittelzeitung und von seinem Berufsverband – aber noch keiner hat ihn für sein Lebenswerk und seine Lebenseinstellung ausgezeichnet.
Schon in der Schule diente ihm die Deutschnote – neben Sport – als Ausgleich. In der letzten Stunde vor den Ferien musste er immer vorlesen, bei Schulferien Gedichte vortragen und die Abiturzeitung war zwangsläufig auch sein Werk.

Auch sein Berufsweg war immer mit Deutsch verbunden – vom Werbekaufmann über den PR-Fachmann bis schließlich zum Verleger der Bad Sodener Zeitung.

Deutschland sei das Land der Dichter und Denker – und Deutsch die Sprache der Dichter und Denker. Und wenn die Zeitungen sich nicht für gutes richtiges Deutsch einsetzen würden – wer dann? Auch deshalb sei es ihm wichtig, durch diese Auszeichnung bestätigt zu werden.